//
du liest...
Premium-Wanderweg

Premiumwanderweg

Moin, moin

 

Irgendwie reizen mich „Premiumwanderwege“, wie sie auf der TopTrails Seite aufgeführt werden, besonders.

 Man liest jedoch  inzw bei so vielen Wegen die markanten Stichworte: Premiumwanderweg, ausgezeichneter Wanderweg, Top Trail usw. Ich selber habe ja auch schon bei einigen „Premiumwanderwegen“ wie Rheinsteig, Rothaarsteig & Co den „Tag“ gesetzt. Vielleicht interessiert es Euch ja genauso wie es mich interessiert hat, wieso der eine Weg sich so nennen darf und der andere wiederum nicht. Die Lösung präsentiert uns ein schönes PDF vom Wanderinstitut Klick für PDF & Klick für Flyer

Im Wiki stehen folgende Punkte dazu:

Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“

Die 9 Basiskriterien für das Gütesiegel lauten (diese müssen komplett erfüllt sein):

  1. mindestens 35 % der Gesamtstrecke müssen naturbelassene Wege sein
  2. höchstens 5 % der Gesamtstrecke und höchstens 1.500 m am Stück dürfen schlecht begehbare Wege sein
  3. höchstens 20 % der Gesamtstrecke und höchstens 3.000 m am Stück dürfen Verbunddecken aufweisen
  4. höchstens 3 % der Gesamtstrecke und höchstens 300 m am Stück dürfen auf befahrenen Straßen liegen
  5. höchstens 10 % der Gesamtstrecke und höchstens 3.000 m am Stück dürfen neben befahrenen Straßen liegen
  6. 100 % der Gesamtstrecke muss eine nutzerfreundliche Markierung aufweisen
  7. bzgl. der Abwechslung müssen mind. 2 Formationswechsel auf 8 km liegen
  8. bzgl. des Erlebnispotentials müssen mind. 4 Punkte auf 8 km aus den Wahlkriterien 13–19 vorhanden sein
  9. höchstens 10 % der Gesamtstrecke und höchstens 3.000 m am Stück dürfen ein intensiv genutztes Umfeld aufweisen

Die 23 Wahlkriterien lauten:
Wegeformat

1. mindestens 1.000 m naturbelassene Wege (erdig, grasig bzw. landschaftstypisches Oberflächenmaterial)
2. neutrale Wertung für befestigte Wege mit Feinabdeckung (Oberfläche aus Feinmaterial mit Korngröße unter 15 mm)
3. höchstens 300 m schlecht begehbare Wege, z. B. aufgeschüttete Bruchsteindecke (Korngröße über 15 mm)
4. höchstens 500 m Verbunddecken (Teer, Beton, Pflaster auf der Gehspur)
5. mindestens 500 m, zählt doppelt ab 1.500 m Pfade (Gehspur von weniger als 1 m Breite)
6. höchstens 50 m auf befahrenen Straßen, einschließlich ungesicherter Fahrbahnquerungen
7. höchstens 300 m neben befahrenen Straßen, bis zu einem Abstand von einer Straßenbreite zum Fahrbahnrand

Wanderleitsystem/Besucherlenkung

8. lückenlose, fehlerfreie und eindeutige nutzerfreundliche Markierung (nach Markierungsrichtlinien für „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“)
9. mindestens 2 Wegweiserstandorte mit Entfernungsangaben
10. mindestens 2 Vernetzungen mit anderen markierten Wanderwegen

Natur/Landschaft

11. mindestens 3 Abwechslungen im Großen (wechselnde Landschaftsformationen)
12. mindestens 1.000 m Strecke mit natürlicher Stille (keine maschinen- und verkehrserzeugte Geräusche)
13. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) attraktive Naturlandschaften, z. B. Altwälder, Waldwiesen, Heiden, eindrucksvolle Biotope
14. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) natürliche Gewässer, z. B. naturnahe Quellen, Bäche, Flüsse, Seen, Moore
15. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) punktuelle Naturattraktionen, z. B. Gipfel, Schluchten, Felsen, Höhlen, Wasserfälle, Naturdenkmäler
16. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) eindrucksvolle Aussichten (dauerhaft freies Blickfeld, mind. 45-Grad-Öffnung und 2.000 m Sichttiefe)

Kultur

17. mindestens 1 gefällige Ortsszenen, z. B. Altstadtstraßen, repräsentative Gebäudezeilen, Marktplätze
18. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) regionale kulturelle Sehenswürdigkeiten, z. B. Burgen, Klöster, Kirchen, historische Anlagen
19. mindestens 1 (zählt doppelt) nationale Baudenkmäler, z. B. Schlösser, Dome, Wasserspiele, Weltkulturerbe

Zivilisation

20. höchstens 300 m intensiv genutztes Umfeld, z. B. Gewerbegebiete, Kläranlagen, massive Stromtrassen, Windkraftanlagen
21. mindestens 1 (mehr zählt doppelt) Gasthäuser, wenn ab mittags und an 5 Tagen pro Woche geöffnet
22. mindestens 1 Haltepunkte für ÖPNV, PKW, z. B. Haltestellen für Bus und Bahn, Wanderparkplätze
23. mindestens 2 Rastmöglichkeiten, z. B. Bänke, Rastplätze, Hütten

 

Quelle im Wiki

Wer nun von diesem Regelwerk gerade richtig überrascht ist, soll sich nicht einsam fühlen… Hätte nicht im Ansatz damit gerechnet, dass man so „extrem“ prüft, ob nun der Weg XYZ ein Siegel erhält oder nicht 😉

Trotzdem will ich mich hier mal für die Mühe der Prüfer bedanken. Bislang ist jeder der gelaufenen Km auf den Wanderwegen wunderbar gewesen und wohl gerade diese Auflagen bewirken wohl, dass man nun auch tatsächlich in der Natur und nicht wie früher fast immer an Straßenfahrbahnen entlang läuft.

Speziell bei der Waldroute haben mir die vielen Passagen auf den Naturpfaden sehr gut gefallen und ich hoffe doch, dass man solche Teilstücke noch öfters auf anderen Premiumwanderwegen erleben kann.

Advertisements

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

About NRWStud`s OutdoorBlog

A further Blog about Outdoornews, (Lightweight)-Hiking, Backpacking, Cycling, Climbing and much more.

Steffi & Chris

Statistik

  • 416,747 Aufrufe

Your Language

RSS Hikinggear – Wander- und Trekkingmagazin

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.

RSS ZeltKocher

  • Ein Fehler ist aufgetaucht - der Feed funktioniert zur Zeit nicht. Probiere es später noch einmal.

RSS & Socialbookmarks

%d Bloggern gefällt das: