Vorab, ja es schmeckte so ekelhaft, wie es sicher schon beim lesen des Titels den Anschein erwecken könnte
Nun aber mal von Anfang an. Gemäß meiner Rubrik “Christians Versuchküche” habe ich mir einige Produkte von Simpert Reiter, auch bekannt als Travellunch ausgesucht und teste diese zwar nicht immer unter realen Outdoorbedingungen, wohl aber unter objektiven Gesichtspunkte. Mein heutiges Produkt ist der Travellunch Fischtopf Rügen.
Ich will dabei ehrlich sein, allein der Titel und die Vorstellung nun alten Fisch zu essen, der wohlmöglich noch in 2 Jahre hätte verzehrt werden können, ist schon merkwürdig und zu gleich auch ein wenig reizvoll
Kaufdatum: 17.06.2009
Gebrauchszeitraum: 03.07.2009
Ort: in der Mittagspause während der Arbeit
Hersteller: Travellunch (Simpert Reiter)
Modellbezeichnung: Fischtopf Rügen
Unverbindliche Preisempfehlung: ~ 5 € für 125 g
Vorgesehener Einsatzbereich: Expeditionsnahrung
Mindesthaltbarkeitsdatum: 09.12.2010
Zutaten: Reis, Stärke z.T. modifiziert, Fett pflanzlich gehärtet, Kabeljau (7 %), Sahnepulver, Butterpulver, Hühnerbrühe, Salz, Kräuter, Gewürze.
Zubereitung:
Beutelinhalt

mit 400 ml kochendem Wasser aufgiessen,
kurz umrühren,
Beutel schließen

und ca. 5-10 Min. ziehen lassen.
Füllgewicht: 125 g
Wasserzugabe: 400ml
Fertige Menge: 525 g
Nährwerte pro 100g Trockenprodukt:
kcal 431 kj: 1810
Eiweiss 11,2 g
Kohlenhydrate 57,2 g
Fett 17,5 g
Verpackung: im Aluminiumfolienbeutel vakuumdicht verpackt, dadurch äußerst robust & wasserdicht.
Test: Der Test fand nicht ganz unter Realbedingungen statt. Mir war daher schon bewußt, dass mir das Gericht eventuell nach einer anstrengenden Tour besser schmecken würde. Hatte es aber in der Mittagspause zusammen mit einem mutigen Kollegen essen wollen.
Das Wasser wurde erhitzt bis es kochte, danach das kochende Wasser in den Beutel mit der Trockennahrung gegossen und umgerührt. Was noch folgte waren 10 Minuten den Inhalt in dem mit Büroklammer verschlossenen Beutel ziehen zu lassen.
Was direkt auffiel: Sobald man den Beutel aufgeschnitten hatte, haben es sogar Leute in den umliegenden Büros gemerkt, oh hier gibt es Fisch
Der Geruch war auf einer Skala von kaum wahrnehmbar 1 bis 10 penetrant, eine gute 8,5.
Geschmack: Nach den 10 Minuten ist die Sauce schön angedickt. Nach meinem umrühren war es aber letztendlich nur ein weißer Brei. Der Reis war sehr weich, beim Fisch hatte man noch 10 Minuten später noch etwas, weil man zu dem Zeitpunkt immer noch auf den Stückchen kaute
Vom Geschmack her ist es entgegen der bisherigen Erfahrungen mit Travellunch unterirdisch gewesen. Das war auch das Urteil meines mutigen Mitessers und wir beide können uns nicht vorstellen, dass es Gerichte geben wird, die schlechter schmecken. Selbst die berühmten Globetrotter Trekkingmahlzeiten Cheeseburger bzw das Rotweinpulver ist aus meiner Erfahrung eine Delikatesse dagegen ![]()
Fazit: Wer andere Leute ärgern will, der möge sich dieses Gericht kaufen, wer was leckeres essen möchte, dem wurden in diesem Blog schon einige bessere Gerichte von Travellunch & Co präsentiert, die um einiges leckerer sind, als dieser Fischtopf. Und was lernen wir daraus? Wenn etwas sich schon grenzwertig anhört, dann wird daraus sicherlich kein Feinschmeckeressen
Ein Beutel mit 125g Inhalt bringt knapp 150 g auf die Waage.
Weitere Produkttests im Blog:




oha sieht in der Tat nicht wirklich appetittlich aus
Von: w00ki am 8. Juli 2009
um 20:03
[...] Fischtopf Rügen, [...]
Von: Travellunch Nudeltopf “Carbonara” mit Schinkenspeck – Outdoor Lebensmittel von Simpert Reiter – Produkttest « Nrwstud's Outdoorblog am 19. Juli 2009
um 13:15
ich war der mutige kollege und kann nur sagen, wenn man ne nulldiät machen will ist dieses gericht besonders zu empfehlen. wenn man nach 20-30 min noch auf fisch rumkauen kann, was auch immer da drin ist, geht das mal garnicht.
mfg schluechti
Von: schluechti am 22. Juli 2009
um 13:48